Als der Bischof von Metz Anfang des 7. Jahrhunderts die ersten Stifts­herren an die obere Saar schickte, da hieß St. Arnual noch Merkingen. Und die Bewohner, Rheinfranken, die hier im Laufe des 5 Jahrhunderts hingezogen waren, waren immer noch Heiden, auch wenn die frän­kische Oberschicht sich seit König Clodwig, der im 5. Jahrhundert in Reims getauft worden war, das Chri­stentum angenommen hatte.
Es dauerte noch zwei bis drei Jahr­hunderte, bis die Stiftsherren sowie die iro­schottischen Mönche, die in der Pfalz missionierten, die Herzen der Menschen mit der christlichen Botschaft erreicht hatten. Am Grab des Hl. Pirmin in Hornbach kann man noch heute lesen, gegen welche heidnischen Bräuche die christ­lichen Missionare anzukämpfen hat­ten. So verdanken wir den Stifts­herren die Christianisierung der Saargegend im Raume des heutigen Regionalverbandes Saarbrücken. Schließlich verwalteten sie sieben Stiftspfarreien. Neben St. Arnual waren das St. Johann, Saarbrücken, Gersweiler, Güdingen, Bübingen und Hesslingen in Lothringen.
Ja, jetzt hieß das Dorf Merkingen St. Arnual. Auch das verdanken wir den Stiftsherren, weil die Menschen, wenn sie zu den Gottesdiensten und Festen gingen bzw. pilgerten, nicht das Dorf Merkingen besuchten, son­dern die Kirche des Hl Arnualdus. Er ist zwar nicht in Rom kanonisiert worden und die Archäologen fanden auch kein Grab bei der Restaurie­rung in den neunziger Jahren. Auch in der Bischofsliste in Metz taucht er nicht auf. So bleibt er eine Gestalt der Legende, was die Menschen aber nicht daran hindert, ihn an diesem Ort zu verehren, wie das die Millio­nen Jakobspilger in Santiago tun, obwohl Jakobus wohl nie dort gewe­sen ist.
Im 9. Jahrhundert verwüsteten Rei­terscharen aus Ungarn unsere Ge­gend und drangen bis in die Cham­pagne vor, so dass der Gaugraf Odaker das Stift regelrecht neu gründen musste, aus der Zeit stammt auch das Stiftssiegel. Das erste schriftliche Zeugnis über die Exi­stenz des Stiftes finden wir im 12. Jahrhundert in den “gesta“ des Trie­rer Erzbischofs Albero von Mon­treuil, der vor seiner Wahl zum Erz­bischof Propst in St. Arnual war. Weil St. Arnual an der großen Völ­kerstraße vom Rhein in die Champa­gne lag, die die Römer als Fernstraße zwischen Metz und Worms ausge­baut hatten mit einer Brücke über die Saar am Fuß des Halbergs, hatte das Stift einen großen und wichtigen Markt am Festtag des hl. Arnualdus am 9. Oktober. Diese wirtschaftliche Bedeutung, die wir auch den Stifts­herren verdanken, ging im 14. Jahr­hundert verloren, als diese römische Brücke, die tausend Jahre die Saar überquerte, bei einem Eisgang zer­stört wurde.
Die Grafen von Saarbrücken, die es inzwischen seit dreihundert Jahre hier gab, und die auch die Vögte des Stifts waren, d.h. sie hatten das Stift militärisch zu schützen, nützten die­sen Umstand, den Fernverkehr über St. Johann durch die Saarfurt nach Saarbrücken umzulenken und die steile Spichererbergstraße hinauf über die hohe Wacht wieder zur al­ten Römerstraße am Fuß des Spicherer Berges zu führen.
Die Stiftherren selbst waren keine Mönche, sondern Domherren der Metzer Kathedrale. Sie waren Ange­hörige des niederen Landadels und später auch Bürgerliche, die ihr per­sönliches Erbe ins Stift einbrachten und damit das Stift reich machten, so dass sie auch Geld verleihen konnten und sich auch die Saar­brücker Grafen bei ihnen oft ver­schuldeten.
Was wir dann den Stiftsherren zu verdanken haben, ist der Bau un­serer wunderbaren gotischen Stifts­kirche. Nicht dass ihre alte roma­nische Kirche zu klein oder zerstört gewesen wäre, sondern sie waren so reich, dass sie sich diesen neumo­dischen Kirchenbaustil aus Frank­reich leisten konnten. Um den alten quadratischen Chor herum bauten sie zuerst einen mächtigen gotischen Chor und das Querschiff mit großen Fenstern für das neue farbige Licht, das die Gotik auszeichnet. Diesen Teil der Kirche nutzten sie ganz al­leine. Ob ihnen da das Geld ausge­gangen war oder die Pest über Euro­pa gezogen war? Es dauerte fast 100 Jahre, bis sie um das romanische Schiff mit dem Laienaltar, das den Gläubigen zugewiesen war, das neue gotische Schiff, die beiden Seiten­schiffe und den mächtigen Westturm bauten. So wuchs St. Arnual zum zweitgrößten Dorf der Grafschaft heran.
Zur Zeit der „Türckenschätzung“ im 15. Jahrhundert waren es 50 Haus­halte mit 32 Gesindeleute, d.h. über 300 Einwohner. Das Letzte, was wir den Stiftsherren verdanken, ist die Hinwendung zur Reformation. Die letzten katholischen Grafen verhin­derten zwar, dass sie den Laienkelch einführen und auch, dass sie selbst heiraten durften. Als Johann IV., der letzte katholische Graf, in einem Konflikt um eine Stellenbesetzung die Neuwahl eines Dekans verhin­derte, nachdem dieser im gräflichen Gefängnis darbend aufgegeben hat­te, verließen die letzten Stiftsherren das Stift. Die meisten gingen zu den Gemeinden, die inzwischen evangelische Pfarrer suchten. Das Stiftsei­gentum ging in gräflichen Besitz über, aber ohne als Einrichtung auf­gelöst zu werden, sodass es 1815 nachdem die Grafschaft zu Preußen geschlagen wurde, es wieder eine ei­genständige Stiftsverwaltung bis heute gibt.
Mit dem Nachfolger Johann IV, Phi­lipp III, wurde die Grafschaft dann offiziell evangelisch.
Das lag alles vor der entsetzlichen Zeit, die dann im 17. Jahrhundert folgte, die das Dorf fast auslöschte, nicht aber die Stiftskirche. Als der Bischof von Metz nach dem 30­jäh­rigen Krieg seine Kirche zurück­haben wollte, verhinderte der Graf von Saarbrücken dieses. Hundert Jahre später bekamen die Katho­liken, die auf Druck der franzö­sischen Könige wieder ihren eigenen Glauben leben durften, in St. Johann die neue ba rocke Kirche, die St. Jo­hanner Basilika, als Ersatz für die Stiftskirche.
So lebt St. Arnual, das bis zur Einge­meindung nach Saarbrücken 1898, nur ein kleines Dorf am Rande der Stadt war, von dieser geschicht­lichen Bedeutung.

Online Andacht aus der Stiftskirche

Aber Jakob zog aus von Beerscheba und machte sich auf den Weg nach Haran und kam an eine Stätte, da blieb er über Nacht, denn die Sonne war untergegangen. Und er nahm einen Stein von der Stätte und legte ihn zu seinen Häupten und legte sich an der Stätte schlafen. Und ihm träumte, und siehe, eine Leiter stand auf Erden, die rührte mit der Spitze an den Himmel, und siehe, die Engel Gottes stiegen daran auf und nieder.

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Der neue Internetauftritt der Daarler Kurrende

Sie ist da. Die neue Webseite unseres Kinder- und Jugendchors. Die Leiterin des Kinder- und Jugendchors, die – wie wahrscheinliche sehr viele aus unserer Gemeinde – sehr unter dieser Zeit der Pandemie gelitten hat, begann schon vor einiger Zeit wieder mit den Proben unserer Kinder- und Jugendchöre. Natürlich unter strengen Auflagen und zu etwas anderen…

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Die Jugendarbeit geht weiter

Stefanie Grundt Am Freitag, den 28. August 20, haben Frau Feldmann und ich uns endlich mit den Jugendlichen (ehemalige Konfirmanden 2019) „richtig“ treffen können. Im Kreuzgang der Stiftskirche haben wir uns bei noch sommerlichen Temperaturen mit ausreichendem Sicherheitsabstand zusammengesetzt und über die vergangenen Wochen geplaudert. Im Fokus stand hier der Schulbesuch mit den sehr unterschiedlich…

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Online Andacht aus der Stiftskirche

Feuer
Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle an „ei-nem“ Ort beieinander. Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeden von ihnen, und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist.
Und sie waren täglich einmütig beieinander im Tempel und brachen das Brot hier und dort in den Häusern, hielten die Mahlzeiten mit Freude und lauterem Herzen und lobten Gott. (Apg 2,1-4.46f.)

Gottes Geist, der wie feurige Zungen auf die Jünger herabkommt, schafft Gemeinschaft.
Ich habe lange Zeit mit dem Blick auf die Hochöfen der Dillinger Hütte gelebt. Sie können uns daran gemahnen, dass das Feuer zwei Seiten hat. Es ist eine bedrohliche Macht. Es hat eine zerstörerische und gefährliche Seite. Auch die Menschen, die jeden Tag am Hochofen arbeiten, sind sich darüber nur allzu bewusst.
Auf der anderen Seite ist das Feuer, gebändigt, für uns Menschen und unsere Zivilisation lebensnotwendig. Ohne Feuer gibt es kein Eisen und keinen Stahl. Ohne Feuer müssten wir im Winter frieren. Ohne Feuer müssten wir unsere Nahrung roh verzehren und so viel mehr, was uns das Feuer ermöglicht.
Ich mag das Feuer in seiner gebändigten Form. Ich sitze gerne mit Freunden um ein Lagerfeuer und schaue den Flammen zu. Dabei ist mir etwas aufgefallen: Am Lagerfeuer hat jeder seinen eigenen Abstand zu den Flammen. Einen Abstand, mit dem er sich wohl fühlt. Manche sitzen nahe am Feuer dran – ihnen ist kalt und sie suchen Wärme. Manchen wird es dort zu warm – sie drehen sich weg, wandern ein wenig in die Dunkelheit, oder setzen sich weiter nach außen. Manchen scheint das Feuer hell ins Gesicht, andere suchen den Schatten. Jeder und jede sucht sich den eigenen Platz, mal nah, mal fern, mal im Licht, mal im Dunkel. Aber gemeinsam ist allen, dass sie in Beziehung zum Feuer stehen. Alle, ob weiter weg oder ganz innen im Kreis, gehören dazu. Zur Gemeinschaft am Lagerfeuer gehört Offenheit und Weite. Sie hat keine trennende Grenze. Nur manchmal verstellt einer dem anderen den Zugang zum Feuer oder den Blick auf das Feuer.
Das Gleiche gilt für die Gemeinschaft unter uns Christen: Es gibt unterschiedliche Weisen der Zugehörigkeit, enge und scheinbar sehr lose. Die Kirche Gottes, die Gemeinde Jesu Christi ist weiter als der Kreis der Gottesdienstbesucher und weiter als der Kreis der gemeldeten Kirchenmitglieder. Zu dieser weltumspannenden, offenen Gemeinschaft sind alle Menschen gerufen. Eine kurze Geschichte soll das verdeutlichen:
Ein paar Männer saßen um ein Lagerfeuer und wärmten sich. Einer von ihnen wollte nicht mehr länger im Kreis sitzen, er nahm einen brennenden Holzspan heraus aus dem gemeinsamen Feuer und setzte sich damit abseits, fern der anderen. Sein glimmender Span leuchtete und wärmte zwar noch ein bisschen, aber bald wurde es dunkel und kalt um ihn. Da nahm der Mann seinen Holzspan und ging zurück zu den anderen. Er legte das kalte Holz wieder zu den anderen Scheiten im Feuer und sofort begann es wieder zu brennen. Und so konnte der Mann in der Gemeinschaft wieder Wärme und Geborgenheit empfinden.

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Magnificat anima mea

Mächtige leben gefährlich. Das ist eine gute Nachricht, findet das Mädchen. Vierzehn Jahre ist sie ungefähr alt. Schwanger. Nicht von dem Mann, den sie heiraten wird. Sie singt ein wildes Lied, diese werdende Mutter. Vielleicht macht ihr das Singen Mut. Ihr Lied stellt alle in Frage, die Macht ausüben. Die großen und die kleinen Mächtigen. Gott nimmt den Mächtigen ihre Macht weg, singt Maria, und gibt sie den Machtlosen.

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Jugendarbeit in Corona-Zeiten

Jugendarbeit in Corona-Zeiten

Schon im April haben sich Astrid Feldmann und ich darüber ausgetauscht, ob es nicht irgendwie möglich wäre, mit der „Jugendgruppe“ (ehemalige Konfirmanden 2019) virtuell zusammen zu kommen.
Gesagt, getan! Am 26. April fand unser 1. Skype-Treffen statt. Wir haben einfach nur geredet und jeder hatte Gelegenheit, seine derzeitige Situation der „sozialen Isolation“ mitzuteilen. Da wir alle diesen Termin sehr genossen haben, einigten wir uns auf eine Wiederholung, dann aber mit der zusätzlichen Option, etwas zusammen zu spielen.
Mitte Mai haben wir uns dann, wieder über Skype, zum Reden und Stadt-Land-Fluss-Spielen verabredet. Auch das war wieder ein gelungener Termin, der allen sehr viel Spaß gebracht hat. Einen Monat später haben wir dann noch einmal zusammen gespielt. Diesmal sogar in noch größerer Runde!
Toll, dass man trotz der auferlegten Einschränkungen so in Kontakt bleiben konnte und kann: sich sehen, reden und sogar miteinander spielen konnte.
Wir haben uns, auf Wunsch der Jugendlichen, mit dem Ziel verabschiedet, uns nach den Ferien „real“ zu treffen. Je nach Wetterlage und vorhandener Schutzmaßnahmen stellen wir uns eine Zusammenkunft im Kreuzgang oder im Albert-Schweitzer-Haus vor.
An ein gemeinsames Kochen ist wohl noch nicht zu denken, aber die Hauptsache ist erstmal, dass wir uns wieder „richtig“ sehen! Ich freue mich darauf.

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Friedhelm Chlopek

20. März 2020: So ging es mit der Andacht los

Es ist schon gefühlt eine Ewigkeit her, als Martin Ufer und ich zum ersten Mal eine Andacht aufgenommen hatten. Damals, an einem Freitag im März 2020. Ich kannte Martin Ufer von einigen Veranstaltungen, die ich als Presbyter besucht hatte. Darüber hinaus hatte sich Martin Ufer als unser zukünftiger Pfarrer vorgestellt. Und ich denke heute noch daran, wie froh alle im Presbyterium waren: Martin Ufer wird unser neuer Gemeindepfarrer werden. Damals dachten wir, dass schlimmste läge hinter uns. Das war ein Irrtum.

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Pfarrer Martin Ufer

Jubilate Deo

In der Sommerpause veröffentlichen wir hier Predigten von bereits gehaltenen Andachten. Hier die Andacht vom 3. Mai 2020, gehalten von unserem Gemeindepfarrer Martin Ufer. Liebe Schwestern und Brüder, jauchzet Gott. Diese Worte aus dem 66. Psalm haben dem dritten Sonntag nach Ostern seinen Namen gegeben. Dieser Sonntag lobt mit seinen Texten und Liedern Gottes gute…

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Wir laden Sie ein

Wir laden Sie ein, Erfahrungen mit Gemeinde, Glaube und Gott zu suchen.  Sie haben Kirche in der Vergangenheit nur aus der Ferne erlebt, wollen nun dazugehören und sich taufen lassen. Oder Sie sind irgendwann nach Ihrer Taufe aus der Kirche ausgetreten. Jetzt tragen Sie sich mit dem Gedanken, wieder eintreten zu wollen.  Jede Kirchengemeinde bietet…

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Gottesdienst, 28. Juni 2020

Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser.Er erquicket meine Seele.Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten…

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Fenster der Stiftskirche

Die Botschaft des gebrochenen Lichtes

Der gotische Baustil mit den Spitzbögen entlastete die Wände des Kirchenraumes, so dass es möglich wurde, große Glasfenster einzubauen. Aber es mussten Buntglasfenster sein, weil sich darin eine theologische Konzeptíon verbarg, die wir dem frühchristlichen Philosophen Dionysios Areopagita verdanken: Gott als das Licht, das unser Leben erhellt, das wir aber nicht erkennen könnten, gäbe es keine Dunkelheit.

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Pfarrer Martin Ufer

Gottesdienst, 7 Juni 2020

in den vergangenen Wochen haben viele Menschen damit angefangen, Dinge des täglichen Gebrauchs zu horten und große Vorräte anzulegen. Unvergessen bleiben uns vermutlich für immer die Toilettenpapier-Engpässe. Irgendwann wurde der Hygieneartikel dann abgelöst und man suchte in den Regalen der Supermärkte vergeblich nach Hefe und Mehl. Es wurde sehr viel Kritisches dazu geäußert und man kann mit Recht fragen, ob das wirklich notwendig war.

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Gedanken anlässlich von 75 Jahre Kriegsende

Liebe Schwestern und Brüder, am 8. Mai vor 75 Jahren war das Ende des zweiten Weltkrieges für Europa. War es ein Tag der Befreiung, ein Tag der Niederlage, ein Tag des Aufatmens? Es war für die Überlebenden der Beginn einer neuen, aber auch schweren Zeit. Ungewisses brach an. Viele Soldaten waren vermisst oder in Gefangenschaft. Wann und wenn überhaupt würden sie zurückkommen?

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Pfarrer Martin Ufer

Gottesdienst, Pfingsten 2020

bald blühen sie wieder – meine Lieblingsblumen in unserem Garten. Die Nachtkerzen sind wieder da. Dabei haben wir sie noch nicht einmal ge-pflanzt oder ausgesät. Irgendwann waren sie einfach da. Und seitdem freue ich mich an ihnen. Ursprünglich stammt die Pflanze aus Nordamerika, kam aber bereits im 17. Jahrhundert nach Europa und ist seitdem fester Bestand-teil unserer heimischen Flora. Gesund soll sie auch noch sein. Das Nacht-kerzenöl, das aus den Samen gewonnen wird, wirkt beruhigend auf emp-findliche Haut und soll in einigen Fällen sogar zur Linderung bei Neuro-dermitis beitragen.

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Pfarrer Martin Ufer

Gottesdienst, 17. Mai 2020

die Sonntage vor und nach Ostern haben ja lateinische Namen. Diese Namen leiten sich jeweils von Anfang des Psalms ab, der dem Sonntag zugeordnet. Zum Beispiel heißt der dritte Sonntag der Passionszeit „Okuli“, das bedeutet meine Augen. Der Psalm für den Sonntag beginnt mit den Worten „Meine Augen sehen stets auf den Herrn“. Der zweite Sonntag nach Ostern heißt „Quasimodogeniti“ und der Psalm beginnt mit den Worten „Quasimodo geniti infantes“, „wie neugeborene Kinder …“.

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Pfarrer Martin Ufer

Gottesdienst, 03. Mai 2020

jauchzet Gott. Diese Worte aus dem 66. Psalm haben dem dritten Sonntag nach Ostern seinen Namen gegeben. Dieser Sonntag lobt mit seinen Texten und Liedern Gottes gute Schöpfung. Die alttestamentliche Lesung erinnert an die Erschaffung des Menschen. Der Wochenspruch vergewissert uns, dass wir durch die Taufe neue Menschen geworden sind. Durch den Rückblick auf das Osterfest wird unsere Hoffnung gestärkt, dass Gott neues Leben schaffen kann und will.

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Mein Ostern 2020

Moritz Adler Dieses Jahr war das Osterfest für viele vermutlich ein bisschen anders als die letzten Jahre, so auch bei mir. Wir sind an Ostern oft im Urlaub, was dieses Jahr leider nicht ging. Trotzdem haben wir das Beste daraus gemacht und die Zeit genossen. Meine Eltern hatten frei und mussten nicht arbeiten, weshalb wir…

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Pfarrer Martin Ufer

Gottesdienst, 19. April 2020

Ostern, zurückgezogen, hinter verschlossenenTüren. – Die Jünger sind am Abend in einem Raum versammelt, sie haben sich eingesperrt, aus Furcht wie es heißt. Furcht vor dem, was sie draußen womöglich erwartet. Die Ereignisse der vergangenen Tage stecken allen noch in den Knochen, die Verurteilung, die Qualen, die Kreuzigung Jesu. Der Schock und die Angst sitzen tief.

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Neues aus der Kita:

Kräuterspirale: In den letzten Tagen hat sich einiges in der Kita verändert, worüber wir die Kinder und Eltern auf dem Laufenden halten möchten. Im Herbst des vergangenen Jahres wurde von den Vorschulkindern der Wunsch geäußert eine Kräuterspirale zu bauen. Dieses Projekt sollte am Gartentag (21.03.2020) mit Eltern, Kindern, Erzieherinnen und dem Team des Stadtbauernhofes umgesetzt…

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Der Herr ist auferstanden! – Er ist wahrhaftig auferstanden!

Sehr geehrte Gemeindeglieder, liebe Schwestern und Brüder,  mit diesem Jubelruf grüßen sich am Ostermorgen die Christen seit vielen Jahrhunderten. Mit diesem Jubelrufwollen auch wir Sie zu diesem außergewöhnlichen Osterfest grüßen. In diesem Jahr vermissen wir doch so vieles. Die Osternacht mit dem Osterfeuer. Das gemeinsame Essen und Trinken. Den feierlichen Gottesdienst am Ostersonntag oder den Familiengottesdienst…

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Pfarrer Martin Ufer

Ostergottesdienst in der Stiftskirche

Ostergottesdienst, 12. April 2020 Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden! Als pdf zum Herunterladen:Die PredigtDas Lied Christ ist erstandenDie Fürbitten Liebe Schwestern und Brüder, auch wenn in diesem Jahr alles ganz anders war, sind wir ja doch irgendwie einen gemeinsamen Weg durch diese Passionszeit gegangen. Verbunden durch Andachten hier auf unserer Homepage, verbunden…

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Dr. Michael Franz

Osterbrief des Fördervereins Stiftskirche

Christus spricht:Ich war tot, und siehe,ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeitund habe die Schlüssel des Todes und der Hölle. Offb 1, 18b Liebe Mitglieder des FöVe Stiftskirche, dieses Osterfest ist bislang einmalig. So etwas gab es noch nie. Keine Gottesdienste in unserer Stiftskirche. Kein Osterfeuer in der Osternacht. Kein Ostereiersuchen der Kinder nach dem…

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Pfarrer Martin Ufer

KARFreitag

KarFreitag, 10. April 2020 Den heutigen Gottesdienst aus der Stiftskirche leitet unser Gemeindepfarrer Martin Ufer. An der Orgel spielt unser Kantor Professor Dr. Jörg Abbing. Gesang: Anne Melzer. Wir bitten im Vorfeld um Entschuldigung für den nicht so guten Ton bei der Aufnahme unseres Pfarrer bedingt durch einen technischen Defekt. Das Eingangsstück: Johann Sebastian Bach…

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Kommunizieren in der Corona Krise

Für die Kinder und Erzieherinnen der Tagesstätte kam es Anfang März sehr überraschend zur Schließung der Einrichtung. Das war für alle eine neue sehr ungewöhnliche und teils überfordernde Situation. Nicht von allen Eltern und Kindern konnte sich das Personal persönlich verabschieden. Zurück blieb ein mulmiges Gefühl im Bauch oder auch Ängste. Was nun? Keine wusste…

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Pfarrer Martin Ufer

Gottesdienst in der Stiftskirche – 5. April 2020

normalerweise haben wir hier in der Gemeinde, gerade jetzt im Frühling, Taufen und Hochzeiten. Bei solchen Gelegenheiten habe ich dann immer wieder Stammbücher in der Hand, so wie dieses hier. Allerdings wird das weniger. Viele Paare lassen sich nur noch eine Hochzeits- oder eine Geburtsurkunde ausstellen. — Ich finde das eigentlich schade. Ich kann mich nämlich noch gut erinnern, wie ich als Kind im Wohnzimmerschrank einige alte Familienstammbücher gefunden habe, die ein paar Generationen abgedeckt haben. Ich habe dann zusammen mit meiner Mutter die Bücher durchgesehen. Da gab es einen Jakob, eine Käthe oder eine Luwis-oma; und meine Mutter hat mir zu jedem einzelnen etwas erzählen können. Irgendwann haben wir dann noch eine Kiste mit alten Fotos dazu genommen und so haben meine Vorfahren, die ich ja nie kennen gelernt hatte, plötzlich ein Gesicht bekommen. Ich habe damals zum ersten Mal bewusst wahrgenommen, dass ich in einer langen Reihe von Menschen stehe, die mir vorausgegangen sind, und mit denen ich überraschend viel gemeinsam habe. Mit einer Art Stammbuch haben wir es in unserem heutigen Bibeltext zu tun:

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Pfarrer Martin Ufer

Gottesdienst in der Stiftskirche

als Konfirmand gab es für mich im Gottesdienst zwei Herausforderungen. Das eine war natürlich die Predigt, von der ich nur wenig verstanden habe. Das andere war offen gestanden das Fürbittengebet, das in meiner Heimatgemeinde immer ziemlich lang war, zumindest habe ich das damals so empfunden. Es hat eine Weile gedauert, bis mir klar wurde, dass es ein ganz wichtiges Kennzeichen von uns Christenmenschen ist, dass wir über den Tellerrand hinausschauen, dass wir die Not und die Bedürfnisse der Menschen um uns herum und weltweit in den Blick nehmen und für sie beten. Die Fürbitte hat eine lange biblische Tradition; wir denken da zum Beispiel an die Fürbitte die Abraham für die Menschen von Sodom vor Gott bringt. Wir denken an Moses Fürbitte für die Israeliten um Erlösung von der Schlangenplage Wir denken auch an die vielen Fürbitten des Apostels Paulus für seine Gemeinden in Rom und anderswo. In dem Text, den wir heute hören wollen, geht es auch um Gebet und Fürbitte; hier speziell für die Kranken:

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Pfarrer Martin Ufer

Gemeindebrief

Sehr geehrte Gemeindeglieder, liebe Schwestern und Brüder, gemeinsam stehen wir in diesen Tagen und Wochen einer Situation gegenüber, die uns vor bislang unbekannte Herausforderungen stellt. Die Coronavirus Pandemie verlangt uns Maßnahmen ab, die wir als tiefen Eingriff in unseren Alltag erleben. Vieles, was wir bisher als selbstverständlich empfunden haben, steht plötzlich auf dem Prüfstand.

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Dr. Michael Franz

Bericht zur Herbstsynode: Neubesetzung, Übergang und Zusammenarbeit

Dr. Michael Franz Es ist üblich, dass die Kirchengemeinden und die kirchlichen Arbeitsbereiche, wie zum Beispiel die Telefonseelsorge, das Diakonische Werk oder die Evangelische Akademie im Saarland, zur Herbstsynode des Evangelischen Kirchenkreises Saar-West Berichte über ihre Arbeit einreichen. Diese Berichte werden den Mitgliedern der Kreissynode zur Verfügung gestellt. Sie sind Momentaufnahmen über das Leben in…

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Paul-Marien-Hospitz

In diesem Kirchenjahr, das am Ersten Adventssonntag 2019 begonnen hat, sammeln wir für das Paul-Marien Hospiz am Evangelischen Krankenhaus der Kreutznacher Diakonie. Im Mittelpunkt der Arbeit steht der sterbende Mensch mit seinen Wünschen, Bedürfnissen, aber auch mit seinen Ängsten und Sorgen. Manches Wichtige kann ohne Spenden nicht bezahlt werden. Darum erbitten wir für das Kirchenjahr…

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Kirche Christi im Kongo – Baptistengemeinschaft im Kongo

Im Kirchenjahr 2018/2019 hatten wir für für den Partnerkirchenkreis im Kongo, für die Elise du Christ au Congo Commuaute Baptiste au Centre de l’afrique, gesammelt. Die Livingstone Inland Mission begann 1878 im Unterkongo zu arbeiten. Das Werk wurde 1884 von der American Baptist Foreign Mission Society übernommen, die zusammen mit sieben anderen Missionsgesellschaften 1902 die…

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Was wir den Stiftsherren verdanken

Wolfgang Steffen Als der Bischof von Metz Anfang des 7. Jahrhunderts die ersten Stifts­herren an die obere Saar schickte, da hieß St. Arnual noch Merkingen. Und die Bewohner, Rheinfranken, die hier im Laufe des 5 Jahrhunderts hingezogen waren, waren immer noch Heiden, auch wenn die frän­kische Oberschicht sich seit König Clodwig, der im 5. Jahrhundert…

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